Amorphe Metalle

Was sind Amorphe Metalle?

Amorphe Metalle werden aus speziellen Legierungen durch schnelles Abkühlen hergestellt. Dabei wird die metallische Schmelze immer weiter unterkühlt und die ungeordnete (amorphe) atomare Struktur der Schmelze eingefroren.

Diese für ein Metall besondere Struktur, die sich wesentlich von der periodischen Kristallstruktur herkömmlichen Legierungen unterscheidet, ist nahezu defektfrei und resultiert in nie dagewesenen Eigenschaften. Eine ähnliche Struktur findet man bei Oxidgläsern oder Themoplasten, weshalb Amorphe Metalle häufig auch als Metallische Gläser bezeichnet werden.

Was macht Amorphe Metalle besonders?

Unmittelbar nach dem Guss haben amorphe Metalle mechanische Eigenschaften, die Stähle oder Titanlegierungen in den Schatten stellen.

Sie besitzen eine höhere Streckgrenze und Härte als Stähle und gleichzeitig eine Elastizität die bisher nur von Kunststoffen erreicht werden konnte.

Außerdem zeigen Amorphe Metalle eine außerordentliche Korrosionsbeständigkeit, die die von Edelstählen übertrifft. Dies ermöglicht den Einsatz in extremen Umgebungen und im Bereich der Medizintechnik durch die nachgewiesene Biokompatibilität.

Amorphe Metalle/ Metallische Gläser kurz erklärt...

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Video abspielen

Welche amorphen Legierungen gibt es?

Es gibt nicht das eine amorphe Metall sondern unterschiedliche amorphe Legierungen. Dabei handelt es sich um besondere Zusammensetzungen, die sehr genau synthetisiert werden müssen.

Durch unser Know-How im Bereich der Legierungsentwicklung und Prozesstechnik können wir ein breites Legierungsportfolio verarbeiten und dadurch die Legierungen entsprechend der Anwendungsanforderung auswählen.

Standardmäßig haben wir im Portfolio:

  • Technische Legierungen: Zirkonium-, Titan-, Kupfer- und Nickellegierungen

  • Edelmetalllegierungen: Palladium- und Platinlegierungen

Was macht unseren Prozess besonders?

Durch das Einfrieren der Schmelze bleibt auch der übliche Erstarrungsschwund oder Schrumpf beim Gießen aus, wodurch endformnahe Bauteile  realisiert werden können.


Die Bauteile zeichnen sich durch herausragende Eigenschaften  und Oberflächengüten aus.


Gepaart mit Taktzeiten von unter 60 s ermöglicht dies die Herstellung hochqualitativer Bauteile aus amorphen Metallen im industriellen Maßstab!

Scroll to Top